- Bildquelle: Getty Images © Getty Images

Will sich Chanel neu positionieren? Die französische Marke ist an Exklusivität kaum zu übertreffen: Bei dem Luxuslabel geht es nicht um den schnellen Kauf, sondern um ein regelrechtes Erlebnis - es geht um das Sehen und Fühlen der für viele nur schwer erschwinglichen Teile. Die Mode gibt es dementsprechend ausschließlich im Laden zu kaufen – bis jetzt jedenfalls. Doch könnte sich das bald ändern?

Digitale Initiativen

In einer Pressemitteilung gab das Couture-Haus nämlich bekannt, dass es eine Beteiligung an dem Designer-Onlineshop Farfetch erworben hat. Durch die Partnerschaft wolle man an digitalen Initiativen arbeiten, sowohl für den Online- als auch für den Offlinehandel. Chanel-Produkte solle es bei dem britischen E-Commerce-Unternehmen aber dennoch nicht zu kaufen geben – das berichtete Bruno Pawlowski, Geschäftsführer der Chanel-Modesparte, gegenüber Reuters. Das Onlineangebot des Labels, was sich auf Beauty-Produkte, Brillen und Parfüms beschränkt, bleibt somit unverändert.

Optimierter Kundendienst

Da stellt sich doch aber die Frage: Was bringt uns das Ganze konkret? Einen optimierten Kundenservice! Laut der Nachrichtenagentur Reuters sei zum Beispiel eine Smartphone-App denkbar, die es uns ermöglichen würde, unsere Vorlieben und Größen online vorzumerken - bevor es dann letztendlich ins Geschäft geht. Ein weiterer Vorteil: Der Shopping-Assistent könne sogar dabei helfen, ein in einem Magazin entdecktes Teil wiederzufinden. "Es geht darum, wie wir unsere Beziehung zu unseren Kunden bereichern können", erklärte Pawlowski die Zusammenarbeit.

Auch wenn eine Onlinepräsenz uns den nächsten Kauf sehr erleichtert hätte, sind wir doch froh, dass Chanel vor allem eines bleibt: nicht alltäglich.