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Corona erhöht das Risiko für Gürtelrose

20.04.2022 • 13:23

Laut einer neuen Studie erhöht eine Erkrankung mit Covid-19 das Risiko für Gürtelrose. Nach einem dramatischen Verlauf mit Krankenhausaufenthalt steigt das Risiko laut der Studie sogar um ganze 21 Prozent. Auch Alter und Geschlecht sind Faktoren.

Nach einer aktuellen Auswertung US-amerikanischer Krankenversicherungen steigt das Risiko nach einer Erkrankung für über 50-Jährige um 15 Prozent. Neben dem Alter ist auch die Schwere des Verlaufs ein Faktor. Nach einem dramatischen Verlauf mit Krankenhausaufenthalt steigt das Risiko laut der Studie um ganze 21 Prozent. Zudem erleiden Frauen häufiger eine Erkrankung an Gürtelrose als Männer.

Viele tragen das verantwortliche Virus inaktiv in sich

Gürtelrose wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst – dasselbe Virus, das auch Windpocken verursacht. Oft bleibt dieses nach einer Windpocken-Infektion inaktiv im Körper. Wird das Immunsystem wesentlich geschwächt, ob durch höheres Alter, Krankheit oder Stress, kann das Virus in Form der Gürtelrose erneut ausbrechen. Mehr als 90 Prozent der über 65-Jährigen tragen es in sich.

Gürtelrose kann Abgeschlagenheit, Sehstörungen und sogar Schlaganfälle auslösen

Die Gürtelrose selbst tritt zunächst wie eine reine Hautkrankheit auf. Bei Ausbrechen des Virus wandern die Viren entlang der Nervenfasern bis unter die Hautoberfläche, wo die charakteristischen Hautbläschen entstehen, die sich gürtel- oder bandförmig um den Körper legen. Weitere Symptome sind Abgeschlagenheit, Erschöpfung und monatelang anhaltende Nervenschmerzen. Auch können Langzeitfolgen wie Sehstörungen, Hörverlust sowie in manchen Fällen auch Schlaganfälle und Herzinfarkte auftreten.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 60 und bei Grunderkrankungen schon ab 50 mit einer Impfung gegen Gürtelrose vorzusorgen.