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Ich weiß, wie schwer es ist, bestimmte Dinge nicht zu tun, obwohl man weiß, dass es besser wäre…es einfach zu lassen. Manchmal ist das Problem der Alkohol. Je doofer die Idee, desto besser sieht sie aus, wenn man betrunken ist. Manchmal ist es die Langeweile. Manchmal ist es einfach die Verzweiflung.

Selbsterkenntnis ist der erste, wichtige Schritt 

Gerade in Beziehungsfragen ist es gut, sich selbst zu hinterfragen und ein paar Punkte abzuklären, bevor man den anderen mit den eigenen Neurosen bombardiert.

  • Warum möchte ich X tun, also zum Beispiel anrufen, texten, hinfahren, Stress machen etc.
  • Was kann ich dabei gewinnen, also zum Beispiel Glaubenssätze bestätigen („Er betrügt mich sowieso“, „Niemand liebt mich“ etc.) oder mich besser spüren können
  • Wie sehr ist das, was mich gerade antreibt, mit der Realität verbunden?
  • Was wird die Konsequenz daraus sein?

In der Ruhe liegt die Kraft

Innehalten ist nicht nur für Buddhisten eine gute Sache, sondern auch für dich und mich. Falls du dazu neigst, trotz aller Reflexion deinen Impulsen nachgeben zu wollen, kann es dir helfen, diese in eine etwas sicherere Umlaufbahn zu lenken.

  • Anstatt also eine impulsive Nachricht an jemanden zu schreiben (die du vielleicht später bereust), versuche stattdessen, dir selbst eine Notiz zu schreiben
  • Anstatt einfach den Mund aufzumachen und alles herauspurzeln zu lassen, gehe stattdessen auf einen kurzen Spaziergang
  • Anstatt all deine Gefühle herunterzuschlucken, mach dir laute Musik an und laufe laut singend und tanzend durch dein Zimmer
  • Anstatt dich in Gedanken in ein Problem hineinzubohren, mach dir eine Liste und schreib deine Gedanken dazu auf, und zwar in den Kategorien "Fakt" und "Fiktion"
  • Anstatt dich mit anderen oder deren Lebenssituation zu vergleichen, sage dir jeden Tag mindestens fünf Dinge, die du richtig gut kannst

Schon kleine Veränderungen haben eine riesengroße Wirkung und ich finde, dass das Leben doch umso schöner ist, je weniger Steine man sich selber in den Weg wirft.

Alles Liebe,

Paula