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Hoden - Funktion, Aufbau, Erkrankungen: Das musst du über das männliche Fortpflanzungsorgan wissen

  • Veröffentlicht: 10.07.2023
  • 09:00 Uhr
Hoden: Alles, was du über das männliche Fortpflanzungsorgan wissen musst
Hoden: Alles, was du über das männliche Fortpflanzungsorgan wissen musst© picture alliance / Panama Pictures

Hoden sind empfindlich, sehen ein bisschen seltsam aus und sie produzieren Spermien. So viel wissen die meisten über die männlichen Geschlechtsorgane. Wir schauen uns die Hoden heute mal genauer an – in der Theorie, versteht sich. Warum hängen sie immer unterschiedlich tief? Wieso verändern sie ihre Größe? Und welche Krankheiten gibt es, die den Hoden betreffen können? Wir erklären dir alles, was du zum männlichen Geschlechtsmerkmal wissen solltest.

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Was sind die männlichen Hoden?

Die Hoden (Testis) sind Organe in der Größe von Pflaumen. Die Hoden sind das Gegenstück zu den weiblichen Eierstöcken.

Was hat der Hoden für eine Funktion?

Der Hoden produziert Spermien und Androgene. Das sind Hormone, die für die Fortpflanzung unerlässlich sind. Auch das männliche Geschlechtshormon Testosteron wird hier gebildet, von den so genannten Leydig-Zellen. Täglich werden im Hoden rund 200 Millionen Spermien gebildet, die etwa zwei Monate lang reifen.

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Wann sind Hoden zu klein oder zu groß?

Die Länge der Hoden liegt im Schnitt bei vier Zentimetern, das Gewicht schwankt zwischen 25 und 30 Gramm. Ab der Pubertät vergrößert sich der Umfang, zwischen 30 und 40 Jahren erreicht er seine Maximalgröße. Ab dem 50. Lebensjahr kann er wieder etwas kleiner werden.

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Anatomie: Aufbau des Hodens

Um es ganz umgangssprachlich zu formulieren: Die Eier sind zwischen den Beinen, so viel ist klar. Aber weißt du auch, warum sie so tief hängen? Und dass es einen so genannten Nebenhoden gibt?

Wo befinden sich die Hoden beim Mann?

Die Hoden befinden sich im Hodensack (Skrotum), zwischen Penis und Anus. Sie hängen am so genannten Samenstrang. Am oberen Ende der beiden Eier befindet sich der Kopf des Nebenhodens.

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Wie sieht ein gesunder Hodensack aus?

Falls du dich fragst: Wie sehen die Eier von Männern aus?, lautet die Antwort: Kommt drauf an. Je nach Alter, Umgebungstemperatur und abhängig von anderen Faktoren sind sie mal praller, mal größer oder kleiner, hängen mal tiefer und mal weiter oben. Warum das so ist, erfährst du gleich.

Warum hängen Hoden so tief?

Samenzellen können nur bei 33 bis 35 Grad produziert werden. Das heißt: unsere normale Körpertemperatur von 37 Grad wäre zu warm. Deshalb hat die Natur die Spermienproduktion ausgelagert. Ist es im Körper zu warm, dehnen sich die sogenannten Haltebänder und sorgen dafür, dass die Hoden noch weiter vom Körper weg sind.

Hoden: Die häufigsten Erkrankungen

Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die vor allem deshalb zügig erkannt und behandelt werden sollten, weil sie die Fruchtbarkeit einschränken können. Manche Erkrankungen sind außerdem überaus schmerzhaft.

Hodenverdrehung/ Hodentorsion

Wenn der Samenstrang verdreht ist, wird der Hoden buchstäblich abgeklemmt, er wird nicht mehr mit Blut versorgt und kann absterben. Deshalb muss eine Hodentorsion sofort behandelt werden, meist durch eine Notfall-Operation. Eine Torsion kann vorkommen, wenn man einen Schlag oder Tritt in den Schritt bekommt. Die Symptome sind enorm starke Schmerzen, teilweise mit Übelkeit und Erbrechen verbunden.

Hodenentzündung

Hodenentzündungen treten selten auf und machen sich durch schmerzende, geschwollene Hoden bemerkbar. Je nach Auslöser muss der Hoden gekühlt werden, Schmerzmittel und/oder Antibiotika werden verschrieben.

Nebenhodenentzündung/ Epididymitis

Auch der Nebenhoden kann sich entzünden, wobei sich der Hodensack meist rötlich verfärbt und stark schmerzt. Das kann passieren, wenn die Harnwege oder die Prostata bakteriell infiziert sind. Antibiotika und Schmerzmittel schaffen Abhilfe.

Hodenhochstand

Erst nach der Geburt wandern die Hoden vom Bauchraum in den Hodensack. Manchmal sinken sie jedoch nicht ganz ab. Da meist ein Mangel an männlichen Hormonen der Grund ist, werden nach dieser Diagnose Hormone verschrieben.

Hodenkrebs/ Hodentumor

Hodenkrebs betrifft vor allem junge Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Meistens ist nur ein Hoden betroffen. Doch wie erkennt man Hodenkrebs? Er macht sich durch eine Schwellung und Verhärtung des Hodens bemerkbar, verursacht allerdings keine Schmerzen. Doch durch regelmäßiges Abtasten erkennt man eine Veränderung in der Regel zeitnah.

Wasserbruch/ Hydrozele

Wenn sich Wasser im Inneren, also in Hoden, im Samenstrang oder im Nebenhoden ansammelt, spricht man von einem Wasserbruch. Dieser kann nach einer Operation, einer Torsion oder anderen Verletzungen auftreten. Klingt schmerzhaft, tut aber nicht weh. Im schlimmsten Fall wird die Hydrozele operativ geöffnet.

Krampfader des Hodens/ Varikozele

Varikozelen treten meistens auf der linken Seite auf. Sie schmerzen nicht, lassen sich aber ertasten und sind auch sichtbar. Der Hodensack schwillt an, die Venen sind erweitert. Da sich eine Varikozele auf die Fruchtbarkeit auswirken kann, sollte man sie urologisch abklären lassen.

Nebenhodenzyste/ Speratozele

Entsteht im Nebenhoden eine Zyste, können sich dort Spermien ansammeln, ein so genannter Samenstau ist die Folge. In den meisten Fällen tut das ein bisschen weh, bildet sich aber von allein wieder zurück.

Diagnose von Hodenerkrankungen

Jeder Mann sollte die Hoden regelmäßig abtasten. Je vertrauter man mit der Beschaffenheit ist, desto eher merkt man, wenn sich etwas verändert hat. Am besten geht das im Stehen unter der Dusche.

  1. Mit der geöffneten Hand von unten greifen und leicht auf und ab bewegen. Gibt es Veränderungen in Größe und Gewicht oder schmerzt die Bewegung?
  2. Dann die Hoden einzeln zwischen Daumen und Zeigefinger hin- und herrollen. Gibt es Unebenheiten oder Verhärtungen?
  3. Auch die etwas weicheren Nebenhoden sollten abgetastet werden.

Andere Probleme mit Hoden

Manchmal beobachtet man auch andere Veränderungen des Hodens, nicht immer sind sie gefährlich, aber manchmal können sie auf gesundheitliche Probleme hinweisen.

Schmerzen im Hoden/ in der Leiste

Bei dauerhaften oder wiederkehrenden Schmerzen im Hoden und/oder in der Leiste, sollte ein Facharzt oder eine Fachärztin aufgesucht werden. Die Schmerzen können viele Ursachen haben: Blasen- oder Harnleitersteine, ein Leistenbruch oder eine der oben genannten Erkrankungen.

Pickel am Hoden

Pickel am Hodensack sind weit verbreitet. Ein roter Ausschlag kann auf eine Entzündung hinweisen, in seltenen Fällen auch auf eine Pilzinfektion. Bei weißen Pickelchen handelt es sich um verstopfte Talgdrüsen. Das sieht nicht schön aus, ist aber ungefährlich. Vereinzelte rote Pickelchen sind meist Blutschwämmchen, diese bilden sich meist von allein zurück und sind ungefährlich.

Juckende Hoden

Wenn Hoden/und oder Penis rot werden und jucken, kann das verschiedene Ursachen haben. Ein Leistenpilz, der vor allem auf warmer, feuchter Haut vorkommt, ist die eine. Es kann sich aber auch um eine allergische Reaktion auf Latex oder ein Duschgel handeln. Vielleicht ist nur ein Haar eingewachsen. Aber auch Schuppenflechte oder Genitalherpes können der Grund sein. Im Zweifel unbedingt von einem Arzt abklären lassen!

Knoten am Hoden

Wird ein Knoten am Hoden ertastet, der auch nach ein paar Tagen nicht verschwunden ist, sollte man ihn unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Vielleicht ist die Ursache ganz harmlos, vielleicht steckt Hodenkrebs dahinter. Dieser lässt sich jedoch sehr gut behandeln, wenn er rechtzeitig erkannt wird.

Unterschiedlich große Hoden

Es ist ganz normal, dass die Hoden unterschiedlich groß sind. Nur wenn einer oder beide sich merklich verändern, muss man das ärztlich abklären lassen. Dass die Hoden auf unterschiedlicher Höhe hängen, ist übrigens eine anatomische Schutzmaßnahme: So werden sie bei Bewegung gegeneinander verschoben, aber nicht gegeneinandergedrückt, das wäre schmerzhaft.

Hoden & Nebenwirkungen von Kreatin

Kreatin ist ein bei Sportler:innen beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, das helfen kann, schneller Muskeln aufzubauen. Dass Creatin die Wahrscheinlichkeit für Hodenkrebs erhöht, konnte nicht belegt werden. Bei korrekter Einnahme ist Creatin in der Regel nicht schädlich für die Gesundheit. Problematisch sind jedoch oft die anderen Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungs-Mischungen.

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