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Psychologie der Liebe

Sabotierst du schon wieder deine Beziehung? Eine Anleitung für dein Glück!

  • Aktualisiert: 22.02.2024
  • 11:30 Uhr
  • Alena Brandt
Hast du das Gefühl, du stehst dir manchmal selbst im Weg? So brichst du negative Verhaltensmuster in deiner Beziehung auf.
Hast du das Gefühl, du stehst dir manchmal selbst im Weg? So brichst du negative Verhaltensmuster in deiner Beziehung auf.© Paolese - stock.adobe.com

Endlich eine neue Beziehung. Trotzdem steckst du in alten Mustern? Psychologische Studien zeigen: Menschen sabotieren sich oft selbst - und deshalb erleben sie immer wieder Trennungen. Woran du dieses Verhaltensmuster erkennst und wie dir ein glücklicher Neustart im Liebesleben gelingt.

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Was die Psychologie unter Selbstsabotage versteht

Du wünschst dir eine glückliche Beziehung, aber irgendwie stehst du dir immer selbst im Weg? Es kann sein, dass dir dein Verhalten gar nicht bewusst ist. In der Psychologie sprechen Fachleute von Selbstsabotage und Selbstbehinderung. Aber warum bringen wir unsere Beziehungen selbst zum Scheitern? Dahinter steckt eigentlich das Ziel, sich zu schützen. Der Selbstwert soll erhalten bleiben und das Bild nach außen gewahrt bleiben. Daraus entstehen bei Mechanismen der Selbstverteidigung, mit denen Betroffene auch ihre romantischen Beziehungen sabotieren können.

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Im Clip: Wie Intimitätsintelligenz deine Beziehung beeinflusst

Folgen von Selbstsabotage für Beziehungen

Welche Folgen Selbstsabotage in Beziehungen hat, fanden australische Forscher:innen 2021 in einer Studie heraus:

  1. Manche Menschen gehen keine romantischen Beziehungen mehr ein.
  2. Betroffene lassen sich nicht wirklich auf eine:n Partner:in in einer Beziehung ein und bewerten andere Menschen vorzeitig. Sie ziehen schnell weiter auf der Suche nach "dem Einen" oder "der Einen", der oder die ja noch kommen könnte.
  3. Einige Menschen bleiben in einer Beziehung, aber schalten innerlich ab. Sie sind nicht bereit, an ihren eigenen Themen zu arbeiten.
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Häufige Gründe für Selbstsabotage

Sich selbst manipulieren - und damit auch den Partner oder die Partnerin. Das klingt irgendwie schräg? Wenn du dich genauer damit beschäftigst, dann leuchten die Gründe für solche Verhaltensweisen aber ein. 

Ein Beispiel, das fast alle kennen: Du hast eine lange To-do-Liste und treibst dich dennoch auf Social Media herum. Oder ein Beispiel aus Beziehungen: Du möchtest deine:n Ex vergessen, scrollst aber ewig durch gemeinsame Bilder auf dem Smartphone. So eine Selbstsabotage kann folgende Ursachen haben:

  • Angst z.B. vor Zurückweisung oder Bindungsangst
  • fehlendes Selbstwertgefühl
  • defensives Verhalten als Instrument des Selbstschutzes und als Folge von Kritik
  • Mangel an Beziehungsfähigkeit z.B. über erlernte Hilfslosigkeit
  • kennt keine Beziehungsdynamiken und kann nicht flexibel handeln
  • fehlendes Vertrauen - oft als Folge früherer Erfahrungen mit Fremdgehen, daraus resultiert Eifersucht
  • hohe Erwartungen an die Partnerschaft
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Check: Sabotierst du (unbewusst) deine Beziehungen?

Vielleicht bist du schon auf einer Spur und fragst dich, was hinter deinen gescheiterten Beziehungen stecken könnte. Oder warum sich manche Probleme wiederholen und du einfach nicht weiterkommst. Da Selbstsabotage oft gar nicht bewusst passiert, geben wir dir hier ein paar Anhaltspunkte, woran du das ungesunde Verhalten trotzdem erkennst. Die folgenden Punkte kannst du für dich selbst checken, ganz ehrlich mit dir selbst und ohne Druck von anderen Menschen. Kennst du diese Verhaltensweisen von dir?

  1. Er/ Sie ist schuld an allem! Du siehst dich selbst in Beziehungen als Opfer und machst deine Partnerin oder deinen Partner für dein Unglück verantwortlich. Du schiebst deine Partnerschaft als Grund vor, warum du selbst Dinge nicht änderst. Beispiel: Du möchtest ja gerne aktiver sein und mehr gemeinsam Sport treiben - aber mit deinem Schatz geht das einfach nicht.
  2. Ich bin so, wie du mich möchtest! Bei Selbstsabotage spielen manche Menschen in einer Partnerschaft eine Art Rolle. Beispiel: Sie simulieren Treue, sind aber in Wirklichkeit untreu. Das entfremdet.
  3. Ich bleibe um jedem Preis in der Beziehung! Obwohl die  Partnerschaft toxisch ist und keine guten Gefühle mehr hervorruft, hältst du daran fest. Diese emotionale Abhängigkeit liegt oft an mangelndem Selbstwert.
  4. Ich ziehe mich zurück! Rückzug ist ein typisches Verhalten bei Selbstsabotage. Es verhindert, Themen aktiv anzugehen. Manche Menschen verlassen immer wieder Beziehungen, bevor sie richtig losgehen. Sie landen in On-Off-Beziehungen, um Verletzungen zu vermeiden.
  5. Ich bin so busy! Wer ständig unter Strom ist, geht auch der Auseinandersetzung mit sich selbst aus dem Weg.
  6. Ich muss perfekt sein! Perfektionismus schraubt Erwartungen an uns selbst und andere Menschen hoch. Sie können unerfüllbar werden. Wer den eigenen Ansprüchen nie gerecht werden kann, bleibt stets unzufrieden.
  7. Schluss, jetzt. Ich rede nicht mehr mit dir! Stonewalling heißt, dass in der Beziehung jede Kommunikation abbricht. Menschen mauern und blocken. So schwindet jede Nähe in der Partnerschaft.

Einsicht als Weg aus der Selbstsabotage

Einsicht kann wehtun. Doch sie ist der erste Schritt, um Selbstsabotage langfristig zu überwinden und aus dem Kreislauf auszubrechen. Du siehst ein, dass du selbst deinen Beziehungen im Weg stehst. Das ermächtigt dich aber auch, Dinge zu verändern und dir womöglich Hilfe dabei zu holen.

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